
Zur Start ins neue Jahr, wollen wir euch in den kommenden Wochen einen Angelgerätehersteller und näher vorstellen, deren Köder so bekannt sind, dass jeder Angler garantiert schon einmal davon gehört hat: MEPPS
1938: Die Geburt von Mepps
André Meulnart, ein leidenschaftlicher Angler, begann Rollen und Spinner für seinen den eigenen Gebrauch herzustellen. Eine große Hilfe dabei ist sein mechanisches Know-how (er war damals Ingenieur bei Peugeot) und sein technisches Verständnis. Die ausgezeichnete Leistung seiner Modelle ist das Ergebnis seiner umfangreichen Tests und anspruchsvollen Studien, und in den dreißiger Jahren, lässt er die ersten seiner Modelle patentieren.
Im Jahre 1938, als Reaktion auf eine zunehmend starke Nachfrage, gründete er in Paris das Unternehmen „ Manufacture d’Engins de Précision pour la Pêche Sportive“, welches abgekürzt so lautet, wie wir Angler es heute alle kennen: M.E.P.P.S.
1951: Eintritt in den US Markt
Im Frühjahr 1951, wenige Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkriegs, war der Amerikaner Todd Sheldon aus Wisconsin am Wolf River in Tennessee fischen. Der Tag verlief nicht erfolgreich, bis zu diesem Zeitpunkt konnte er noch keinen einzigen Biss verzeichnen. Er hatte fast jeden Köder in seiner Box ausprobiert, erfolglos. Zum Ende des Tages versuchte er ein Spinner, der lange Zeit unbeachtet in seiner Köderbox lag. Diesen Spinner bekam er Jahre zuvor von einem befreundeten Soldaten, der diesen aus Frankreich mitbrachte. Zu seiner Überraschung fing Todd mit diesem Köder am selben Tag noch 4 prächtige Forellen. Damals besaß Todd eine kleine Kette von Läden, die Sportartikel vertrieben. Er beschloss, die „französischen Spinner“, die ihn so beeindruckten, in sein Sortiment mitaufzunehmen. Er bat seinen G.I. Freund, Frank Vellek, weitere Spinner aus Frankreich zu besorgen. Daraufhin kontaktierte Frank eine Freundin in Paris, und bot dieser an, die junge Dame mit amerikanischen Nylonstrümpfen zu versorgen, wenn diese im Gegenzug Spinner in die USA schicken würde, was diese auch bereitwillig machte. Allerdings konnte die hohe Nachfrage nach den französischen Spinnern nur kurz gedeckt werden, woraufhin Frank selbst nach Frankreich ging, um den Kontakt zwischen dem Mepps Schöpfer André Meulnart und Todd her. Da sich die beiden leidenschaftlichen Angler von Beginn an gut verstehen, entsteht eine langanhaltende Freundschaft und erfolgreiche Geschäftsbeziehung. Dies waren die ersten Trans-atlantischen Schritte für MEPPS, und Todd hatte sich als Ziel gesetzt, Mepps als Nummer 1 Köder zu etablieren, was er später auch schaffen sollte.

André Meulnart

Todd Sheldon
Mepps Heute
Um die Expansionspläne bewältigen zu können verließ MEPPS Paris und zog nach Contes, in der Nähe von Nizza, um dort auf einer Produktionsfläche von 3000m² weiterzuarbeiten. Dort arbeiten mittlerweile 70 Mitarbeiter, die dort gefertigten Spinner werden in mehr als 80 Länder weltweit verkauft.
In den USA arbeiten 70 weitere Mitarbeiter speziell für den amerikanischen Markt, wobei Komponenten der Spinner in Frankreich hergestellt werden. MEPPS ist weltweit das einzige Unternehmen, das sich ausschließlich auf die Produktion von Spinnern spezialisiert hat; die einzige Firma mit einer Produktionsmaschine die sich auf die Mechanik beim Fischen spezialisiert hat; die einzigen sind, die Spinner mit einer speziellen Kupferlegierung produzieren die typisch für MEPPS ist und auch nur für Mepps von 2 führenden Gießereien produziert werden und das einzige Unternehmen ist, das mit amerikanisches, kanadischen und französischen Forschungszentren für Fischverhalten zusammenarbeitet. Über die Jahre blieb MEPPS stets der technischen Präzision und der Leidenschaft für das Sportfischen treu.
Spinner sind die beliebtesten Kunstköder weltweit. Warum?
Zweifelslos liegt es daran, dass sie überaus attraktiv und effektiv sind. Spinner erzielen weit mehr als eine ledigliche „optimische Imitation“ eines Beutefisches: Eigentlich ist es ein mechanisches Gerät, welches entwickelt wurde um ein Unterwassersignal zu produzieren, welches ganz natürlich den Jagdinstinkt von Raubfischen provoziert.
Diese winzigen Geräte sind so justiert, dass die sequentiell Vibrationen sowie optische und elektro-magnetische Reize erzeugen, die den Angriffsreflex der Räuber auslösen.
Was unterscheidet die Mepps Spinner von anderen Spinnern?
Das technische Team von Mepps verarbeitet regelmäßig Forschungsergebnisse, um das Verhalten von Fischen, sowie den Zusammenhang von Stimulanz und physischer Reaktion besser zu verstehen. Durch diese Vorgehensweise, entwickelt Mepps Köder, die perfekt auf die Fischbiologie und Anatomie abgestimmt sind. Zusätzlich hat sich die Mepps Fabrik als einzige weltweit auf die Feinmechanik beim Sportfischen spezialisiert: Dadurch ist sichergestellt, dass die Einzelteile präzise nachproduziert werden können, und garantiert dass alle Mepps Spinner so gefertigt werden, dass sie optimal auf die Sinnesorgane von Fischen wirken.
Bei Jim Fish gibt es eine Vielzahl von Mepps Spinnern in den fängigsten Farben und Größen zu kaufen!